2020-07-15 Business Model Canvas Workshop

Im Zentrum stehen die eigenen Werte

Wie bringe ich mein Geschäftsmodell auf ein Blatt Papier. Dieser Herausforderung stellten sich 25 Unternehmerinnen beim Online-Workshop zum Business Model Canvas. Eingeladen hatte das DONNA Unternehmerinnen Netzwerk seine Mitgliedsfrauen und einige kurzentschlossene Gäste.

Schon zwei Tage vor dem Workshop bekamen die Teilnehmerinnen per Post das Poster zum Business Model Canvas mit seinen neun Feldern. Als Werkzeug dienten zwei Blöcke Post-Its und Stifte in unterschiedlichen Farben. Anders als bei einem komplexen Businessplan sollen mit dem Business Canvas alle wichtigen Facetten des Unternehmens übersichtlich auf einer Seite abgebildet werden.

Damit das gelingt, führten die Referentinnen Miriam Schuff und Sahra Walenta mit ihren Fragen durch den Abend. Während Schuff als die strukturierende in die einzelnen Themenbereiche wie Kundenbeziehungen, Kommunikation, Werte, die wichtigsten Multiplikatoren, Einnahmequellen und Ausgabenstruktur einführte, übernahm Walenta den kreativen Part. Am Beispiel eines Online-Weinhandels zeigte sie, was diese Fragen für das konkrete Beispiel bedeuten. Wie man gleichermaßen den Ist-Zustand beschreiben und Wunschvorstellungen formulieren kann.

Angeregt durch die Ideen und Hinweise nahmen die Teilnehmerinnen die eigenen Projekte unter die Lupe, schrieben Post-Its und verteilten sie auf dem Plakat. Ein Workshop also im besten Sinne. „Ein Block Post-Its geht auf jeden Fall an so einem Abend drauf. Zwei Blöcke sind auch schon vorgekommen“, versprach Referentin Sarah Walenta. Und so entstand auch online eine Atmosphäre zwischen konzentriertem Zuhören und geschäftigem Treiben.

Gestartet wurde mit den Kundenbeziehungen. Wer sind meine Kunden, wie pflege ich meine Kontakte, wie erfahren Sie von meinem Angebot? Und so arbeiteten sich die Teilnehmerinnen durch die neun Thermenfelder des Business Canvas:

  1. Customer Segments: Welche Kundensegmente sind unsere Hauptkunden?
  2. Channels: Kommunikationskanäle oder wie kommunizieren wir mit Kunden
  3. Customer Relationships: Wie werden Kundenbeziehungen aufgebaut und gepflegt?
  4. Value Propositions: Hier liegt das Herzstück, nämlich die Frage, welche Werte wir als Unternehmerin vermitteln
  5. Key Partners: Das sind Schlüsselpartnerschaften mit Geschäftspartnern und Lieferanten
  6. Key Activities: Welche Schlüsselaktivitäten erbringt das Unternehmen?
  7. Key Resources: Diese können physisches Material, Know-how oder Finanzen sein.
  8. Revenue Streams: Hier geht es ans Eingemachte: Welche Einnahmequellen haben wir, womit verdienen wir unser Geld?
  9. Cost Structure: Wie immer im Geschäftsleben steht natürlich alles in Verbindung mit den Kosten

Keine leichte Aufgabe, das eigene Unternehmen auf diese Art zu durchleuchten. Denn nicht nur die üblichen Businesszahlen waren hier gefragt. So regten die Referentinnen immer wieder zur Reflexion an. Im Mittelpunkt standen dabei die eigenen Werte: „Das ist eine spannende Frage, warum tut man das, was man tut? Irgendwann kam doch dieser Punkt der Entscheidung. Was ist da passiert? Irgendetwas hat Selbständige, die das leben, doch bewegt“, ermuntert Sarah Walenta die Teilnehmerinnen sich den eigenen, oft verborgenen Werten zu nähern.

Nichtsdestotrotz ging es bei allen Fragen auch ums Geschäft, wie Miriam Schuff betonte: „Am Ende des Tages geht es darum, wem schreibe ich eine Rechnung. Das große Ziel ist natürlich, Einnahmen zu erzielen. Deshalb müssen wir bei der Wertschöpfung auch konkret werden.“

So erlebten die Unternehmerinnen kompakte 90 Minuten der Reflexion und Inspiration. Das Ergebnis war bei den meisten ein mit Post-Its übersätes Plakat, das mit vielen Erkenntnissen aber meist mit noch mehr Aufgaben für die nahe Zukunft bestückt war. Und nun kommt der schwerere Part: mit dem Modell arbeiten und Angestrebtes umsetzen.

Impressionen „2020-07-15 Business Modell Canvas Workshop“

Aktuelles

Im Zentrum stehen die eigenen Werte

Wie bringe ich mein Geschäftsmodell auf ein Blatt Papier. Dieser Herausforderung stellten sich 25 Unternehmerinnen beim Online-Workshop zum Business Model Canvas. Eingeladen hatte das DONNA Unternehmerinnen Netzwerk seine Mitgliedsfrauen und einige kurzentschlossene Gäste.

Schon zwei Tage vor dem Workshop bekamen die Teilnehmerinnen per Post das Poster zum Business Model Canvas mit seinen neun Feldern. Als Werkzeug dienten zwei Blöcke Post-Its und Stifte in unterschiedlichen Farben. Anders als bei einem komplexen Businessplan sollen mit dem Business Canvas alle wichtigen Facetten des Unternehmens übersichtlich auf einer Seite abgebildet werden.

Damit das gelingt, führten die Referentinnen Miriam Schuff und Sahra Walenta mit ihren Fragen durch den Abend. Während Schuff als die strukturierende in die einzelnen Themenbereiche wie Kundenbeziehungen, Kommunikation, Werte, die wichtigsten Multiplikatoren, Einnahmequellen und Ausgabenstruktur einführte, übernahm Walenta den kreativen Part. Am Beispiel eines Online-Weinhandels zeigte sie, was diese Fragen für das konkrete Beispiel bedeuten. Wie man gleichermaßen den Ist-Zustand beschreiben und Wunschvorstellungen formulieren kann.

Angeregt durch die Ideen und Hinweise nahmen die Teilnehmerinnen die eigenen Projekte unter die Lupe, schrieben Post-Its und verteilten sie auf dem Plakat. Ein Workshop also im besten Sinne. „Ein Block Post-Its geht auf jeden Fall an so einem Abend drauf. Zwei Blöcke sind auch schon vorgekommen“, versprach Referentin Sarah Walenta. Und so entstand auch online eine Atmosphäre zwischen konzentriertem Zuhören und geschäftigem Treiben.

Gestartet wurde mit den Kundenbeziehungen. Wer sind meine Kunden, wie pflege ich meine Kontakte, wie erfahren Sie von meinem Angebot? Und so arbeiteten sich die Teilnehmerinnen durch die neun Thermenfelder des Business Canvas:

  1. Customer Segments: Welche Kundensegmente sind unsere Hauptkunden?
  2. Channels: Kommunikationskanäle oder wie kommunizieren wir mit Kunden
  3. Customer Relationships: Wie werden Kundenbeziehungen aufgebaut und gepflegt?
  4. Value Propositions: Hier liegt das Herzstück, nämlich die Frage, welche Werte wir als Unternehmerin vermitteln
  5. Key Partners: Das sind Schlüsselpartnerschaften mit Geschäftspartnern und Lieferanten
  6. Key Activities: Welche Schlüsselaktivitäten erbringt das Unternehmen?
  7. Key Resources: Diese können physisches Material, Know-how oder Finanzen sein.
  8. Revenue Streams: Hier geht es ans Eingemachte: Welche Einnahmequellen haben wir, womit verdienen wir unser Geld?
  9. Cost Structure: Wie immer im Geschäftsleben steht natürlich alles in Verbindung mit den Kosten

Keine leichte Aufgabe, das eigene Unternehmen auf diese Art zu durchleuchten. Denn nicht nur die üblichen Businesszahlen waren hier gefragt. So regten die Referentinnen immer wieder zur Reflexion an. Im Mittelpunkt standen dabei die eigenen Werte: „Das ist eine spannende Frage, warum tut man das, was man tut? Irgendwann kam doch dieser Punkt der Entscheidung. Was ist da passiert? Irgendetwas hat Selbständige, die das leben, doch bewegt“, ermuntert Sarah Walenta die Teilnehmerinnen sich den eigenen, oft verborgenen Werten zu nähern.

Nichtsdestotrotz ging es bei allen Fragen auch ums Geschäft, wie Miriam Schuff betonte: „Am Ende des Tages geht es darum, wem schreibe ich eine Rechnung. Das große Ziel ist natürlich, Einnahmen zu erzielen. Deshalb müssen wir bei der Wertschöpfung auch konkret werden.“

So erlebten die Unternehmerinnen kompakte 90 Minuten der Reflexion und Inspiration. Das Ergebnis war bei den meisten ein mit Post-Its übersätes Plakat, das mit vielen Erkenntnissen aber meist mit noch mehr Aufgaben für die nahe Zukunft bestückt war. Und nun kommt der schwerere Part: mit dem Modell arbeiten und Angestrebtes umsetzen.

Impressionen „2020-07-15 Business Modell Canvas Workshop“

2020-06-17 Traut euch was!

2020-06-17 Traut euch was!

Julia Kamenik verrät Tipps und Trick aus dem Werkzeugkasten der Bühnenprofis für persönliche Präsenz und starke Wirkung im Business

Das Fazit zuerst: Es war der erste offene Online Workshop des DONNA Unternehmerinnen Netzwerks und alle waren gespannt, ob es gelingt, das lebendige und kommunikative Workshopkonzept von DONNA in die Online-Welt zu übertragen. Dank einer wunderbar aufgelegten und erfrischenden Referentin, eines durchdachten Ablaufplans und 43 kreativer Teilnehmerinnen, die sich immer wieder mit ihren Fragen und Ideen eingebracht haben, ist dies rundum gelungen.

Erstmals waren auch mehrere Studentinnen zu Gast, die das Kompetenzzentrum Frau & Beruf als Mitveranstalter eingeladen hatte, um sie dafür zu entschädigen, dass die für Mai geplante MatchWorkParty aufgrund von Corona auf den 27. Oktober verschoben werden musste. Doch der Reihe nach.

Wie gelingt es einem Bühnenprofi, ganz allein eine riesige Bühne zu füllen? Diese Frage stellen sich Frauen in geschäftlichen Situationen immer wieder, wenn sie in Meetings, bei Präsentationen oder im Bewerbungsgespräch nach dem perfekten Auftritt suchen. Eine, die es wissen muss, ist Referentin Julia Kamenik. Die Chemie-Ingenieurin stand 15 Jahre lang als Sopranistin auf diversen Opernbühnen, ehe sie ihr naturwissenschaftliches Talent für Struktur und Klarheit mit ihren künstlerisch-kommunikativen Fähigkeiten verband. Heute gibt sie im Consulting ihr Wissen weiter und verhilft Menschen zu einer besseren Präsenz und starken Wirkung. Doppelt spannend ist das Thema in Corona-Zeiten, weil es heute auch um Online-Präsenz in Video-Meetings geht. Denn auch hier stellt sich die Frage: Wie möchte ich wahrgenommen werden.

Wohin schauen? Vom Umgang mit der Kamera

Besonders im Fokus stand die Frage, wie Frauen sich im digitalen Bereich in Szene setzen können. Guter Blickkontakt sorgt im normalen Leben für den Aufbau von Beziehungen. Doch was tun, wenn man nur auf den Bildschirm blickt. „Schaue ich dort dem anderen in die Augen, blicke ich für die Gesprächspartner und Partnerinnen nach unten. Schaue ich in die Kamera, spreche ich ins Leere, weil ich niemanden ansehen kann“, klagt eine Teilnehmerin. Wer seine Unterlagen in Augenhöhe postiert, ist schon auf dem richtigen Weg, aber eine optimale Lösung hat Referentin Julia Kamenik hier auch nicht: „Wir sind nun mal Beziehungsmenschen und können nicht mit einem Punkt in der Kamera reden. Ich hoffe einfach, dass wir bald wieder real mit Menschen kommunizieren werden.“ Bis dahin heißt es, nachsichtig sein und Menschen öfter mit Namen ansprechen. Das hilft!

„Männer dürfen sich durchaus daran gewöhnen, dass Frauen da sind!“ Apell für einen mutigen Auftritt

Immer wieder spannend ist für Frauen die Frage nach dem richtigen Outfit. Hier plädiert Julia Kamenik für einen offensiven Umgang mit der Weiblichkeit: „Es ist Zeit, einen weiblichen Weg in der Business Welt zu gehen und nicht in der grau-schwarzen Anzugwelt der Männer abzutauchen.“ Natürlich muss frau sich in ihrem Outfit wohlfühlen, es muss gepflegt sein und sollte auch zum Anlass passen: „Aber wenn Sie knallen wollen, dann knallen Sie!“, sagt Kamenik und appelliert: „Traut euch was!“.

„Fake it, till you make it!“ Vom Einfluss der inneren Haltung

Hier spiegelt sich die offensive und unterstützende Art von Kamenik, die nicht bei Äußerlichkeiten haften bleibt. Ein guter Auftritt hängt vor allem von der inneren Haltung ab. Die positive Nachricht: Der Mensch kann mit seiner äußeren Haltung seine innere Einstellung beeinflussen und umgekehrt: „Wir sind nicht in der Lage, in einer schlechten Haltung, etwas Positives zu sagen. Aber wenn ich mich auf mein positives Inneres konzentriere, strahlt das nach außen“, und Julia Kamenik ergänzt vielsagend: “Dann können Sie Schätze heben.“

Schleusen schaffen: So finden Sie Klarheit beim Rollenwechsel

Um in diesen Zustand zu kommen, gibt es viele Wege. Das heißt, auch beim geschäftlichen Auftritt, bewusst für eine bestimmte Zeit in eine andere Rolle zu wechseln. Genauso wie für den Auftritt in Theater oder Opernhaus berichtet Julia Kamenik aus dem Werkzeugkasten der Bühnenprofis: „Wenn ich auf eine Bühne gehe, sitze ich zuerst zwei Stunden in der Maske, dann gehe ich ins Kostüm und wärme mich für den Auftritt auf. Beim Meeting gehe ich einfach rein. Aber wir brauchen diese Schleusen und Rituale für den Rollenwechsel.“

Die Schleusen, um bewusst einen neuen Zustand einzunehmen sind in Corona-Zeiten wichtiger denn je. Denn durch die Arbeit im Home-Office vermischt sich diese Klarheit sehr stark.

Last but not least geht es auch im Business darum, seinen Sinn zu finden. Wer herausgefunden hat, wofür er oder sie in der Welt ist, wird es deutlich leichter haben, mit persönlicher Präsenz eine starke Wirkung zu erzielen.