2021-02-03 Akquise in Corona Zeiten

The new Normal

In Corona-Zeiten neue Kundinnen und Kunden gewinnen

Kaum etwas hat unser Leben und Arbeiten so schnell und so rasant verändert wie die Corona-Pandemie. Im Extremfall haben sich Geschäftsmodelle unter den Lockdown-Regelungen komplett pulverisiert. In anderen Fällen sind Umsätze und das Neukundengeschäft eingebrochen. Kein Wunder also, dass der Online-Workshop des DONNA Unternehmerinnen Netzwerks mit 40 Teilnehmenden gut besucht war. Die beiden Referent*innen Lilian Gehrke-Vetterkind und Daniel Vetterkind aus Stuttgart präsentierten eine breite Palette mit Praxistipps und Ideen, um in diesen besonderen Zeiten neue Kund*innen, Aufträge und Projekte zu gewinnen.

Neue Chance durch die Pandemie

Lieferdienste boomen, Heimsportgeräte gehen weg wie warme Semmel, Fahrräder sind nahezu ausverkauft und der Online-Handel macht Geschäfte wie noch nie. Mit neuen Trends entstehen neue Gewohnheiten und Verhaltensweisen, für Unternehmerinnen ein Füllhorn neuer Chancen. Für alle gilt: das Einkaufsverhalten hat sich in der Pandemie noch stärker in die Online-Welt verlagert und wird dort auch bleiben.

Die Online-Welt optimal nutzen

Unternehmerinnen, die bestehen möchten, müssen sich anpassen. „Nur wer sichtbar ist, findet auch statt“, betont Referentin Lilian Gehrke-Vetterkind und verweist auf die Bedeutung von Google: „Wer hier nicht auf den ersten beiden Seiten auftaucht, wird nicht gesehen.“ Gleichzeitig öffnen sich über das Internet neue Märkte. Überregional wird für viele lokale Anbieter zum Erfolgsfaktor. Tipp Nummer 1 lautet daher: Schaut, wie sich Angebote digitalisieren lassen. Denn diese können weit über eine lokale Sichtbarkeit hinaus vermarktet werden. Als Beispiel nennt Lilian Gehrke-Vetterkind eine lokale Weinhändlerin, die ihre Weinproben ins Virtuelle verlagert hat. An der ersten Online-Weinprobe nahmen 400 Menschen aus ganz Deutschland teil und der Weinhandel konnte inzwischen zehn neue Mitarbeiter*innen einstellen.

Netzwerken ist wichtiger denn je

Für Erfolgsgeschichten wie diese spielen Netzwerke eine große Rolle. Wenn spontane und zufällige Begegnungen wegfallen, braucht man virtuelle Räume und reale Beziehungsgeflechte, um andere Menschen zu treffen. Netzwerke, wie DONNA aber besonders auch die virtuellen Plattformen, wie LinkedIn, XING, Facebook oder Instagram, führen Menschen zusammen und helfen auch in diesen Zeiten Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Verunsicherte Kunden suchen starke Marken

Die Herausforderung: Im Netz ist man nie alleine und Mitbewerber finden sich zuhauf. Daniel Vetterkind rät daher zu einer klaren Positionierung: „In Krisen suchen die Menschen verstärkt nach Marken. Denn Marken bieten Orientierung, Halt und Vertrauen.“ Doch als eierlegende Wollmilchsau ist das schwer, Personal Branding zu betreiben. Das braucht den Mut, sich als Spezialistin aufzustellen.

Für die Unternehmerinnen ergeben sich dadurch vielfältige, strategische Ansatzpunkte, um in Corona-Zeiten neue Kunden und Aufträge zu gewinnen: Überprüfung der Online-Präsenz, Engagement und Sichtbarkeit in Netzwerken, lokale Angebote virtuell überregional ausweiten oder neue Kooperationen eingehen.

Als herausragendes Schmankerl gab das Referentenduo allen Besucher*innen eine Sammlung mit individuellen Ideen für die jeweiligen Branchen mit auf den Weg. Darin fanden sie neue Akzente zur Kundengewinnung und Akquise für die verschiedenen Branchen vom Clownstheater über die Coachingexpertin bis hin zur Anbieterin von Kurierfahrten.

Verkaufsprozesse online und offline neu gestalten

In Zeiten, in denen sich Vertriebswege ändern, gilt es auch den Verkaufsprozess neu und offensiver zu gestalten. Das beginnt beim Vertrauensaufbau über Einstiegsangebote bis hin zum Verkauf des Zielproduktes.

Hierfür steht die gesamte Palette der klassischen Unternehmenskommunikation und der Verkaufsförderung online und offline zur Verfügung. Vom Flyer über die Anzeige im Stadtteilmagazin bis zur neuen Verkaufskooperation lohnt es sich, den Blick zu weiten. Vor allem online bieten sich schier unbegrenzte Möglichkeiten, zum Beispiel mit Google-Business, neu kreierte Online-Kursen, Social Media oder durch Online-Verkaufsplattformen. In vielen Beispielen zeigten die Referent*innen, worauf es dabei ankommt.

Fazit: Neue Wege gehen immer!

Auch wenn Corona vieles auf den Kopf gestellt hat, den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Option. Stattdessen zeigte das Referentenduo kurzweilig und vielfältig, wo Unternehmerinnen den Hebel ansetzen können, um das Geschäft in Schwung zu bringen. Vieles davon ist zwar nicht neu, muss aber neu gedacht werden. Und da ist es dann wieder das DONNA-Motto für Unternehmerinnen in Corona-Zeiten: Besser Ausnahme-Einfälle statt Einnahme-Ausfälle!

2020-11-03 So ein Theater!

So ein Theater!

Die Freiheit hinter der Clownsnase

Bei einem clownesken DONNAsTag mit Sybille Möx tauchten die DONNA-Mitfrauen in die Welt und die kreativen Freiheiten der Clownerie ein.

Clownin Sybille Möx

Clowns genießen eine ungeheure Freiheit. Sie dürfen Fehler machen, anecken, dumm sein und Witze machen. Freiheiten, die man sich in manch einem Business-Kontext wünscht. DONNA-Mitglied Sybille Möx arbeitet seit vielen Jahren als Clownin für Kinder und Erwachsene. In der Rolle als professionelle Clownin gestaltet sie Kindergeburtstage, empfängt Gäste zu besonderen Anlässen oder begleitet ein Event als Walking Act. Darüber hinaus bietet sie Theater- und Clown-Workshops für unterschiedlichste Zielgruppen.

Beim DONNAsTag, dem internen DONNA-Netzwerktreffen, unter dem Titel „So ein Theater!“ nahm sie gut zehn DONNA-Mitfrauen mit auf eine Reise in die Welt der Clownerie. „Durch die Clownsnase könnt ihr in einen spielerischen Umgang und in einen Fluss kommen“, ermunterte Sybille Möx die Teilnehmerinnen und animierte sie nach einer kurzen theoretischen Einführung zum Ausprobieren. Denn Kreativität kann man nur über das Tun verstärken. „Sich trauen, das Unbekannte zu tun und dann schauen, was passiert – dann öffnen sich Türen“, verspricht Möx.

Und damit ging es auch schon ans Tun mit den bestens vorbereiteten DONNA-Frauen. Zur gegenseitigen Überraschung loggten sich einige bereits mit roter Clownsnase ein, was sich natürlich positiv auf die Stimmung auswirkte. Sybille Möx lud die Teilnehmerinnen zu einer kreativen Vorstellungsrunde, bei der sich jede mit einer großen Handgeste und einem witzigen Attribut zum eigenen Namen vorstellte. So lernten wir die spritzige Sybille, die freche Frinus oder die elegante Elke kennen.

Die erste Schüchternheit löste sich schnell und die Teilnehmerinnen konnten selbst spüren, wie sich der eigene Handlungsspielraum mit Clownsnase vergrößern kann. „Wenn ich liebe, was ich tue und wach und aufmerksam für andere bin, werde ich auch wahrgenommen und kann Begeisterung auslösen. Deshalb muss ich immer dafür sorgen, dass ich mich wohlfühle. Denn das überträgt sich“, gibt Sybille Möx noch Tipps für den Business-Alltag mit auf den Weg.

Die DONNA-Mitfrauen erlebten einen unterhaltsamen und kurzweiligen DONNAsTag, bei dem sie in intensiven Kontakt mit der eigenen Kreativität kamen. Am Ende nahm jede den einen oder anderen Tipp mit in den Alltag. Denn Clownerie lässt sich überall üben. Und besonders dort, wo man sonst einen Fehler vertuschen möchte, kann die spielerische Verstärkung von mancher Peinlichkeit befreien.

2020-10-07 Texten fürs Web

Vom Wichtigen zum Unwichtigen

Wie Sie ganz einfach treffende Texte fürs Web schreiben

Referentin Julia Schmidt

Jeder kennt die ermüdenden Textwüsten im Internet. Dennoch kommen Unternehmerinnen nicht drum herum, sich mit Texten im Internet darzustellen. Wie Texte treffend, kraftvoll und spannend werden, verriet Referentin Julia Schmidt im Online-Workshop, zu dem DONNA gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Kreis Unna eingeladen hatte.

So viele bunte Bilder. Warum Texte trotzdem wichtig bleiben?

Bilder sagen mehr als tausend Worte, heißt es. Acht von zehn Besuchern einer Website lesen höchstens die Überschriften. Referentin Julia Schmidt ist Wirtschaftswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Marketing und textet seit mehr als zehn Jahren professionell für Unternehmen und Institutionen: „Text ist im Internet nach wie vor das wichtigste Thema. Der Text leitet uns durch die gesamte große Internetwelt. Videos und Fotos sind toll, aber ohne Text funktionieren sie nicht.“ Deshalb muss man den Internetbesuchern mit den Texten das geben, was sie suchen: Informationen, Produkte, Tipps, Spaß oder das Gefühl, zu einer Gruppe zu gehören.

Wie treffe ich den richtigen Nerv? Was macht Texte spannend?

Menschen werden heute mit Webebotschaften überschüttet, damit die Aufmerksamkeit hängen bleibt, muss man den Nerv der möglichen Kundschaft treffen. Julia Schmidt empfiehlt, die eigenen Kunden-Gruppen möglichst realistisch und authentisch zu beschreiben. Wie alt sind sie, welches Geschlecht haben sie, was sind ihre Jobs, wo wohnen sie, welche Ängste und Sorgen plagen sie: „Am besten geben Sie diesen „Buyer Personas“ einen Namen und suchen ein passendes Bild für sie im Internet. Und dann fragen Sie sich: Würde das meine „Buyer Personas“ interessieren?“ So vorbereitet geht es an die eigenen Inhalte. Auch hier hilft eine gute Vorbereitung mehr als einfach drauflos schreiben. Deshalb sollten Sie im Vorfeld klären, was Sie mit dem geplanten Text aussagen und vermitteln möchten, wo der Mehrwert und Nutzen für Leser und für Sie als Unternehmerin liegt und was die Hauptbotschaft ist.

Wie soll eine gute Überschrift aussehen?

„Eine gute Überschrift sollte die Kernaussage benennen und gleichzeitig Interesse und Neugier wecken, ohne zu reißerisch zu sein“, fasst Schmidt das Wesentliche einer guten Überschrift zusammen. Für eine gelungene Umsetzung gibt sie folgende Tipps und Beispiele:

  • Zahlen und Listen: „5 Tipps gegen Schlaflosigkeit“
  • Fragen stellen: „Wie werde ich meine Schlafstörungen los? Mit 5 Tipps zum Erfolg!“
  • Kommandos geben: „Beseitigen Sie jetzt Ihre Schlafprobleme. Heute anfangen und morgen Erfolge sehen“
  • Tipps, Tricks und How-tos: „So gelingt der perfekte Hefeteig“

Fun-Fact am Rande: Studien haben gezeigt, dass Listen mit ungeraden Zahlen häufiger angeklickt werden als gerade Zahlen. Damit die Überschriften spannender klingen, können sie mit Power-Wörtern wie sofort, schneller, besser, dauerhaft angereichert werden.

Der Teaser gibt die besondere Note

Nach der Überschrift folgt meist ein kurzer Teaser. Maximal 2-5 Zeilen empfiehlt die Expertin: „Mit dem Teaser Text füttern Sie den Leser an, zum Beispiel, indem Sie schon einen Einblick in die kommende Struktur geben und die Überschrift näher ausführen.“ An dieser Stelle gilt es, den Nutzen des Artikels deutlich zu machen, das Interesse zu steigern, ohne falsche Versprechungen zu machen.

Textaufbau: So hangeln Sie sich von Punkt zu Punkt zum Call-to-Action

Das Gute: mit Überschrift und Teaser haben Sie als Texterin auch schon die Basis für die Struktur des eigenen Textes geschaffen. Weitere Zwischenüberschriften ergeben ein solides Textgerüst und einen roten Faden für den eigenen Text. Nun müssen Sie nur noch die Lücken zwischen den Überschriften füllen: „Als Richtwert gilt maximal 8 Zeilen pro Absatz und circa 7 Wörter pro Satz. Gehen Sie beim Aufbau vom Wichtigen zum Unwichtigen. Denn gerade im Internet werden Texte meist nicht bis zum Ende gelesen. Das was wir in der Schule für gute Aufsätze gelernt haben, gilt hier nicht,“ rät Julia Schmidt.

Dennoch ist auch ein guter Schluss wichtig. Hier sollte noch einmal deutlich werden, was der Leser oder die Leserin nun machen soll. Mit einem sogenannten Call-to-Action können Sie zum Beispiel Fragen stellen, dazu aufrufen, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen, sich weitere Informationen zu besorgen oder ihr Produkt zu kaufen.

Mit diesen konkreten Tipps gelang es Referentin Julia Schmidt in 90 Minuten, einen praxisnahen Leitfaden für das Texten im Web zu vermitteln. Rund vierzig Teilnehmerinnen nutzten den interaktiven Online-Workshop und brachten selbst die ersten Zeilen aufs Papier. Für die Veranstalterinnen zog Beate Fleck vom DONNA Unternehmerinnen Netzwerk e. V. ein positives Fazit: „Eine tolle Veranstaltung. Es war bewundernswert, wie gut und anwendungsnah die Referentin das Thema „Texten fürs Web“ vermittelt hat. Außerdem sind die Teilnehmerinnen durch die Kleingruppenarbeit auch miteinander gut ins Gespräch gekommen. Das ist uns bei unseren Veranstaltungen als Netzwerk auch sehr wichtig.“

Und so ist es gut möglich, dass das im kommenden Jahr eine Fortsetzung zum Thema Texten gibt. Aktuelle Informationen dazu gibt es auf der DONNA-Website. Oder melden Sie sich für den Newsletter an. Dann erhalten Sie künftig persönliche Einladungen zu DONNA-Veranstaltungen.

Impressionen „2020-10-07 Texten fürs Web“