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Charisma - natürliche Führungskraft entwickeln


Hatten gemeinsam eingeladen: DONNA e. V. und Competentia: Dorthe Möritz, Elke Greiff-Gossen, Barbara Frien, Beate Fleck (alle Vorstand DONNA e. V.), Laura Kanthak (Kompetenzzentrum Frau & Beruf), Harald Berenfänger (Referent). Foto: Petra Garbade

Was macht eine charismatische Persönlichkeit aus? Wie kann ich selbst charismatischer werden? Geht das überhaupt? Und wenn ja, wie setze ich das als Unternehmerin oder Führungskraft im Business ein? Fragen wie diese führten mehr als 50 Besucherinnen zum Vortragsevent, zu dem das DONNA Unternehmerinnen Netzwerk gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf eingeladen hatte.

Referent Harald Berenfänger aus Bonn stellte sofort klar: „Ob charismatisch oder nicht, bestimmen ausschließlich die Anderen. Das macht es kniffelig.“ Im Laufe seines interaktiven Vortrages stellt der geübte Speaker, Trainer und Coach vier Aspekte des Charismas vor, die sich sehr wohl beeinflussen lassen: Selbstführung, Körper, Stimme und Status.

Selbstliebe, Respekt und Haltung


Referent Harald Berenfänger demonstriert Körpersprache

Wer mit sich selbst im Reinen ist und voller Selbstliebe und Selbstachtung durchs Leben geht, schafft eine gute Basis für charismatische Ausstrahlung. Als Grundhaltung empfiehlt Berenfänger den Satz: „Ich habe heute wirklich was zu sagen und ich treffe heute lauter spannende Menschen.“ Denn, wer anderen mit Interesse begegnet, bekommt die notwendige Offenheit in der Ausstrahlung.

Das bedeutet auch, zu akzeptieren was ist. Denn Vertuschen funktioniert ohnehin nicht. Das zeigt sich auch bei der Akzeptanz des eigenen Körpers: „Wir haben keine Chance Charisma zu entwickeln, wenn wir unseren eigenen Körper nicht mögen“, betont Berenfänger, auch wenn er weiß, dass gerade Frauen sich damit oft schwertun.

Die Haltung des Kopfes gibt eine Menge preis

Deshalb rät der Bonner Referent zu einer aufrechten Haltung und einem sicheren Stand: stolz, aufrecht und gerade. Besonders wichtig sei hierbei die Kopfhaltung, sagt er. Nichts ist zerstörerischer für das eigene Charisma und den Status als die finale Unterwerfung durch einen niedlich, schräg gehaltenen Kopf. „Der Kopf bleibt gerade!“, ermahnt Berenfänger: „Was bei einem achtjährigen Mädchen noch niedlich ist, ist für eine 38-Jährige in einem Kundengespräch vernichtend.“

„Eine Pause hat eine große Magie. Menschen mit Charisma beherrschen das.“
Harald Berenfänger

Ähnlich bedeutsam für Ausstrahlung und Charisma ist die eigene Stimme. Besonders wirkungsvoll soll das Sprechen im Eigenton sein, was von Stimmtrainern oft empfohlen wird. Dazu Berenfänger: „Wir können uns der magischen Stimme im Eigenton, also der maximalen Entspannung unserer Stimmlippen, nicht entziehen.“ Dadurch strahlen wir mehr Ruhe und Entspannung aus, und erzeugen Sympathie und Glaubwürdigkeit. Weitere wichtige Helfer für eine gute Stimme sind Ausatmen und dass weite Öffnen des Mundes: „Mund auf – ist Überwindung, aber erst durch das Öffnen entsteht Mimik. Und erst wenn wir Mimik zeigen, zeigen wir Ausdruck. Und dann machen wir Eindruck“, fasst Berenfänger seine Überzeugungen zusammen.

Das Spiel mit Hoch- und Tief-Status

Bleibt noch das Spiel mit dem Status. Unzählige Statussignale stehen uns zur Verfügung. Als Beispiele seien der gekonnte Einsatz von Pausen, der Verzicht auf das sogenannte Schutzlächeln oder die Bedeutung von Berührungen genannt: „Wer berührt, ist Chef. Daher sollte man Berührungen nie dulden. Das senkt unseren Status.“


Moderatorin Beate Fleck von DONNA e. V. betont die Bedeutung des Themas Charisma für Unternehmerinnen wie für weibliche Führungskräfte gleichermaßen

Fazit: Referent Harald Berenfänger hat Facetten vorgestellt, aus denen sich eine charismatische Ausstrahlung entwickeln kann. Den Status im Blick, den Körper aufrecht und die Stimme entspannt zu halten, gehören genauso zu den Geheimnissen von charismatischen Menschen wie Selbstliebe und eine offene Grundhaltung. Die Teilnehmerinnen des DONNA-Vortrages, Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte, konnten eine Vielzahl von Anregungen mitnehmen.


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