2026-06-17 Souverän statt kleinlaut

Souverän statt kleinlaut

Von kleinen und gewichtigen Unterschieden zwischen Bedürfnissen, Strategien und Emotionen

Der Blick aus dem Seminarraum in der Parkakademie schweift immer wieder über das weite Grün des Westfalenparks. Denn dahinter erhebt sich die markante Silhouette der Dortmunder Industriekulisse. Drinnen: angeregte Gespräche, Wasserflaschen und Notizblöcke auf den Tischen. Nach einem Glas Secco zur Begrüßung wird es schnell persönlich und erkenntnisreich. Denn an diesem Abend geht es um etwas, das alle kennen: schwierige Gespräche.

Für den 4-stündigen Workshop „Souverän statt kleinlaut“ hatte DONNA die Referentin Stefani Stock eingeladen, um gemeinsam einer zentralen Frage nachzugehen: Wie gelingt es, in herausfordernden Situationen klar und bei sich zu bleiben?

Was unter der Oberfläche wirkt

Ein wichtiger Einstieg in den Abend ist die Polyvagal-Theorie. Sie beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem auf Stress, Gefahr und Sicherheit reagiert. Die Erkenntnis daraus: Bevor wir reagieren, hilft es, den eigenen Zustand wahrzunehmen und zu regulieren.

Von dort ist der Weg zur Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nicht weit. „Wir stehen oft nicht für unsere Bedürfnisse ein“, sagt Stefani Stock und ergänzt: „Und wundern uns dann, dass es uns nicht gut geht.“ Ein Satz, der sind durch den Workshop zieht.

Denn alles, was wir Menschen tun, tun wir, um Bedürfnisse zu erfüllen. Nur sind die Strategien, die wir wählen, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen, nicht immer hilfreich. Deshalb können wir davon ausgehen, dass hinter jeder unangenehmen Emotion ein unerfülltes Bedürfnis steckt.

Hier setzt die Gewaltfreie Kommunikation an. Sie schärft den Blick für uns selbst und hilft uns zu unterscheiden, was ein Gefühl, was ein Bedürfnis und was eine Strategie ist.

„Wenn die Bedürfnisse offenliegen,
lassen sich Konflikte leicht lösen.“
Stefanie Stock

Die klassische GFK folgt vier Schritten: Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse und Bitte. Was einfach klingt, ist ziemlich komplex. Die Unterscheidung zwischen Gefühl, Bedürfnis und Strategie sorgt daher auch für viele Fragezeichen und Aha-Momente bei den Teilnehmerinnen. Wenn wir sagen: „Ich habe das Gefühl, dass …“, folgt meist kein Gefühl, sondern ein Gedanke oder eine Bewertung.

Und in der Verwechslung dieser Komponenten liegt viel Konfliktpotenzial. Wer dagegen die vier Schritte sauber voneinander unterscheiden kann, gewinnt Klarheit über sich selbst. Und genau das ist der Schlüssel, um schwierige Gespräche souverän zu führen. Stefani Stock mahnt dazu, diesen Weg auch mutig zu gehen: „Denn Schweigen hat seinen Preis: ungelöste Spannungen, fehlende Klarheit und wachsende Frustration.“

Vom Verstehen ins Erleben

Immer wieder wechseln sich an diesem Abend fachlicher Input und praktische Übungen ab. Die Teilnehmerinnen reflektieren eigene Gesprächssituationen, tauschen sich in kleinen Gruppen aus und bringen Beispiele aus dem Berufs- und Privatleben ein. In diesen interaktiven Phasen spüren die Teilnehmerinnen, wie Bedürfnisse, Emotionen und Strategien oft ineinandergreifen und wie schnell Missverständnisse entstehen können.

Unterstützt werden sie dabei von Listen mit universellen Bedürfnissen und Emotionen, die Stefani Stock mitgebracht hat. Zwischendurch bietet der gemeinsame Imbiss Raum, das Gehörte nachklingen zu lassen, Gespräche zu vertiefen und neue Verbindungen aufzubauen. Ganz im Sinne des DONNA-Gedankens.

Das Fazit: In der Abschlussrunde zeigt sich dann: Jede nimmt etwas mit für den beruflichen wie den privaten Alltag. Souveränität bedeutet vor allem die Klarheit, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und ihnen eine Stimme zu geben.

Auch das Feedback zum Workshop bestätigt die besondere Stärke der DONNA-Veranstaltungen: fachliche Impulse, persönliche Entwicklung und Austausch gehen Hand in Hand. So wurde aus dem Workshop wieder ein Raum, in dem Frauen von- und miteinander lernen, sich gegenseitig stärken und mit neuen Impulsen zurück in ihren Alltag gehen.

Danke an die Referentin und die Teilnehmerinnen!

2026-04-16 DONNA Mitglieder- versammlung


DONNA Mitgliederversammlung 2026

Zur Mitgliederversammlung trafen sich die DONNAs bei unserem Mitglied Dorthe Möritz in Fröndenberg.

Nachdem unsere erste Vorsitzende Beate Fleck das vergangene DONNA Jahr hat Revue passieren lassen wurde der Vorstand entlastet. Allerdings mit der Ansage, dass dies die letzte Amtszeit für die Vorsitzenden Beate Fleck ist. Die zweite Vorsitzende Barbara Frien würde wahrscheinlich noch eine Vorstandsperiode weiter machen, damit ein Übergang leichter wird.

Anschließend beschäftigten wir uns mit den „Stärken“ von DONNA für die AG Mitgliedergewinnung und die Kommunikation nach außen.

Diesen Teil der Veranstaltung moderierte Barbara Frien. Unter ihrer Anleitung sammelten DONNAs in Kleingruppen alles was ihnen zu diesem Thema einfiel.

Abschließend wurde in folgenden Kategorien priorisiert:

  • Was ist die wichtigste Stärke von DONNA?
  • Welche Stärke sollte DONNA besser kommunizieren?
  • Welche Stärke sollte DONNA weiter ausbauen?

Die Ergebnisse wurden der AG Mitgliedergewinnung übergeben.

Für das leibliche Wohl sorgte unser Mitglied Claudia K. mit einer super leckeren Bowl und einem Mandeldessert. Das war so lecker, dass wir leider vergessen hatten Fotos zu machen.

2026-02-03 KI – Zeitgewinn im Business

KI – Zeitgewinn im Business

DONNA Treffen im TWS Schwerte zum Thema KI – Zeitgewinn im Business.

Im interaktiven Vortrag von Maria Schulze Schwienhorst-De Biasio zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) lernten wir Tools kennen, die wertvolle Unterstützung im Arbeitsalltag von Unternehmerinnen bieten.

KI kann helfen, Zeit zu sparen, zum Beispiel durch den Einsatz von Chatbots im Kundenkontakt.

Im Marketing unterstützt KI bei der Erstellung von Texten, Social-Media-Beiträgen oder personalisierten Angeboten. So können sich Unternehmerinnen stärker auf ihre Kernkompetenzen focussieren, professioneller auftreten und ihr Business effizienter gestalten.

Schulungen zu KI – Zeitgewinn im Business